Die Kombination von Werken der belgischen Bildhauerin Berlinde De Bruyckere und der britischen Malerin Jenny Saville ist aufgrund des gemeinsamen Interesses an existenziellen Themen wie Schmerz, Leid, Versehrtheit, Schuld und Sühne – zumeist unmittelbar abgehandelt in der Beschäftigung mit dem Körper – nicht nur nachvollziehbar, sondern liegt geradezu auf der Hand. So unterschiedlich ihre künstlerischen Materialien und Techniken mit der Skulptur und der Malerei zu sein scheinen, so sehr berühren sie sich in der jeweils individuellen Ausgestaltung derselben. Jenny Savilles collagierter Malgrund verdeutlicht nicht nur die Objekthaftigkeit ihrer Malerei, sondern rückt sie in die Nähe der Technik der Fragmentierung und des Wiederzusammensetzens von Berlinde De Bruyckere, wie wir sie von den Pferdetorsi kennen, ihr aber auch in den zwitterhaften Wachsfiguren begegnen. Umgekehrt ist das Moment der Malerei zur Erzielung der delikaten Oberflächenstruktur von De Bruyckeres Wachsskulpturen ein aber absolut zentraler Faktor... weiter