Die 250 Werke der 1933 von der Luzerner Kunstgesellschaft mit einem Legat gegründeten Bernhard Eglin-Stiftung gehören zu den wichtigsten Beständen der Sammlung des Kunstmuseums Luzern. In den Gründungsjahren des Kunstmuseums wurde damit innert kurzer Zeit eine bedeutende Sammlung von Schweizer Kunst zusammengetragen. Von Füssli über Anker, Zünd und Hodler bis Vallotton sind viele der grossen Schweizer Künstler mit wichtigen Werken vertreten.
Eine erneute Sammeltätigkeit erfolgte dank dem Kunstsammler Viktor Lüthy von 1983 bis 1998. Als Präsident der Stiftung setzte er den Schwerpunkt auf die moderne, hauptsächlich abstrakte Schweizer Kunst, die bisher in Luzern eher schwach vertreten war. Die Namen reichten nun von Taeuber-Arp und Oppenheim über Bill, Fedier und Iseli bis zu Federle oder Armleder. In jüngster Zeit sind unter dem Präsidium von Karl Bühlmann auch Werke der internationalen Gegenwartskunst angekauft worden.
Die Ausstellung zeigt über 100 Meisterwerke und macht sichtbar, mit welchem Qualitätsbewusstsein Neuerwerbungen getätigt worden sind. Zugleich möchte sie helfen, die Bernhard Eglin-Stiftung wiederzubeleben, ein Stiftungskapital zu äufnen und sie auch – ganz im Sinne des Stifters und seiner Vision einer hochkarätigen Luzerner Museumssammlung – für Schenkungen und Legate empfänglich zu machen.
Kuratiert in Zusammenarbeit mit John Armleder
Bild: Ferdinand Hodler, Der Holzfäller, um 1910