Zum 100. Geburtstag des ebenso berühmten wie verfemten Künstlers zeigt das Kunstmuseum Luzern im Sommer 2009 die umfassendste Ausstellung von Hans Erni, die je zu sehen war. In einer Auswahl von rund 250 Werken präsentiert sie bekannte wie überraschende Facetten eines überaus reichen achtzigjährigen Gesamtwerks. Einer der Höhepunkte wird aus dem 90 Meter langen Wandbild „Die Schweiz, Ferienland der Völker“ bestehen, welches Erni für die Landesausstellung 1939 hergestellt hatte, und das nun heute zum ersten Mal seit 1939 wieder in grösseren zusammenhängenden repräsentativen Ausschnitten zu sehen sein wird.
Daneben wird die Ausstellung dem Frühwerk viel Platz einräumen. Zu Beginn der 1930er Jahre war Erni in Paris an vorderster Front an den Entwicklungen der abstrakten Kunst beteiligt und hat viele der internationalen Avantgardekünstler 1935 für die denkwürdige Ausstellung „These, Antithese, Synthese“ nach Luzern geholt. In der Folge hat er seine abstrakte Kunst hin zu einem gegenständlichen Realismus weiter entwickelt und die beiden Ausdrucksformen miteinander verschmolzen. Dieser Prozess lässt sich in der Ausstellung in einer beispiellosen Folge von Bildern von 1933 bis 1942 in hoch spannender Art und Weise nachvollziehen.
Hans Ernis Selbstverständnis folgt einer humanistisch geprägten künstlerischen Tradition. Entsprechend vielfältig sind seine Interessen, seine Betätigungsfelder, seine Themen, seine Medien. Was bleibt, ist ein beeindruckendes gesellschafts- und umweltpolitisches Engagement, hinter dem ein stets wacher und kritischer Zeitgenosse steht. Dieses findet in unzähligen Plakatgestaltungen Niederschlag, die in der Ausstellung ebenfalls prominent vertreten sein werden.
Diese Sommerausstellung wird in Verbindung mit Lucerne Festival veranstaltet.
Das Kunstmuseum Luzern hat anlässlich zur Ausstellung zum 100. Geburtstag von Hans Erni eine Edition herausgegeben.
88 Plakate von 88 Zentralschweizer Schulklassen zum Thema Wasser
Anlässlich der Ausstellung „Hans Erni. Retrospektive zum 100. Geburtstag“
im Kunstmuseum Luzern 2009.