Das Entwicklungsprojekt "Kompetenzzentrum für Kunstvermittlung" des Kunstmuseums Luzern arbeitet am Schnittpunkt von Kunst, Bildung und Öffentlichkeit, einem Spannungsfeld, mit dem sich das Kunstmuseum Luzern seit 2001 intensiv und reflektiert auseinandersetzt. Für die Schweiz ist das Projekt aufgrund seines weit gefassten Kunstvermittlungsbegriffs sowie der Absicht, die Themenfelder Kunst, Bildung und Öffentlichkeit institutionenübergreifend und systematisch zu verschränken, innovativ.
Partnerschaften mit der Art Mentor Foundation Lucerne, der Avina Stiftung, der Ernst Göhner Stiftung und der Gebert Rüf Stiftung ermöglichen es dem Kunstmuseum Luzern, in den Jahren 2008 bis 2012 ausserhalb des ordentlichen Budgets und Tagesbetriebs im Bereich der Kunstvermittlung besondere Anstrengungen zu unternehmen. Jährlich stehen 180'000 CHF (einschliesslich
20% Eigenleistung) zur Verfügung, die grossmehrheitlich für zusätzliche personelle Ressourcen eingesetzt werden.
Das Entwicklungsprojekt ist eng mit der Kunstvermittlungspraxis am Kunstmuseum Luzern verknüpft und soll diese für die kommenden Jahre bereichern und in geeignete Bahnen lenken. Dank des Pilotprojekts „Treffpunkt Kunst“ (2002–2003) erfuhren die Kunstvermittlungsangebote für Kinder, Jugendliche, Schulen und Lehrpersonen am Kunstmuseum Luzern bereits vor einigen Jahren eine intensive Förderung. Der Fokus beim aktuellen Folgeprojekt liegt nun in der Zusammenarbeit mit Institutionen der Tertiären Bildung.
Verschiedene Subprojekte verfolgen jeweils konkrete Fragestellungen.
Per 1.1.2010 sind es folgende:
Nationales Forschungsprojekt (2009–10): Teamforschungsprojekt der Fachhochschulstandorte Basel, Bern, Luzern und Zürich (Kooperation der vier Kunstfachhochschulen mit sechs lokalen Praxispartnern)
(27.2.–27.6.2010) www.projektraumkunstvermittlung.ch; Raum für Experimente zur Bildungsarbeit mit Kunst im Ausstellungsbereich des Kunstmuseums Luzern, parallel zur Sammlungsausstellung „Referenz und Neigung“
(permanent): interdisziplinäre Kooperationen mit Institutionen der Hochschulbildung im Rahmen von Lehre und Forschung
(2011/Eröffnung des neuen Universitätsgebäudes hinter dem KKL Luzern): qualitativer und quantitativer Ausbau der öffentlichen Begegnungs- und Kunstvermittlungsräume, bzw. -angebote im Kunstmuseum im KKL Luzern
(ab 2012): Abklärungen zur Überführung der Projektergebnisse in eine nachhaltige Struktur (offener Ausgang, d.h. dies kann, muss aber nicht, in eine institutionalisierte Form à la „Kompetenzzentrum“ münden)