
Unter dem Titel "Labor Sammlung" hat das Kunstmuseum Luzern im Herbst 2004 eine Projektreihe gestartet und damit einen neuen Umgang mit der museumseigenen Sammlung initiiert. Der Innovationsgehalt des programmatisch betitelten Projekts nährt sich aus dem Umstand, dass es kunsthistorische, konservatorische und kuratorische Fragestellungen und somit die wissenschaftliche Forschung wie sie an Museen mehr oder weniger intensiv, aber in der Regel stets hinter den Kulissen betrieben wird, als Prozess darstellt und öffentlich macht. Die Forschung findet in den Ausstellungsräumen statt, das Publikum kann an deren Fortschritten teilhaben, die laufend dokumentiert werden.
Die erste Folge von "Labor Sammlung" war dem amerikanischen Künstler Paul Thek (1933-1988) gewidmet, der ab den späten Sechzigerjahren mit seinen prozesshaften und situationsbezogenen Installationen Aufmerksamkeit erlangte. Die rund siebzig Inventarnummern umfassende Werkgruppe von Paul Thek in der Sammlung des Kunstmuseums Luzern wurde öffentlich ausgelegt und so weit als möglich den bekannten Werkkomplexen wie dem "Dwarf Parade Table" oder dem "Artist"s Co-op" zugeordnet... weiter