Maria Pinińska-Bereś, Pomazany niebem / Mit dem Himmel verwischt, 1985, Sperrholz, Stoff gefüllt mit synthetischem Schaumstoff, 135 x 192 x 110 cm, Dauerleihgabe Stiftung BEST Art Collection Luzern, vormals Bernhard Eglin, Foto: Marc Latzel

Stiftung Best Art Collection Luzern

Die Stiftung BEST Art Collection Luzern kauft regelmässig bedeutende Werke an und übergibt sie dem Kunstmuseum als Dauerleihgaben. Die Erwerbungen erfolgen gemäss Sammlungskonzept des Kunstmuseums Luzern. Alle Mitglieder des Stiftungsrats stellen für die Ankäufe jährlich mindestens je 2’000 Franken zur Verfügung. Zudem macht es sich der Stiftungsrat der BEST Art Collection Luzern zur Aufgabe, Institutionen, Firmen und Personen aus dem persönlichen Umfeld für Legate und Donationen zugunsten der Sammlung des Kunstmuseums Luzern zu gewinnen. Dank diesem Engagement erhielt das Kunstmuseum in den letzten Jahren viele bedeutende Werke, beispielsweise von der Turner-Preis-Trägerin Laure Prouvost, der Malerin Christine Streuli, die die Schweiz 2007 an der Biennale Venedig vertrat, dem Medienkünstler Clemens von Wedemeyer oder von Vivian Suter, die 2021 mit dem Schweizer Grand Prix Kunst geehrt wurde. Die Stiftung besitzt aktuell rund 200 Werke im Gesamtwert von 25 Millionen Franken.

Der Stiftungsrat setzt sich aus Persönlichkeiten aus der Zentralschweiz zusammen. An der jährlichen Stiftungsratssitzung werden die neuen Ankaufsprojekte vorgestellt und diskutiert. Über das Jahr hinweg treffen sich die Stiftungsrät:innen für verschiedene Veranstaltungen, in denen Kunst, Gespräche und Geselligkeit zusammenfinden. Ausflüge zu Institutionen, die BEST-Werke ausgeliehen haben, Besuche von Ateliers oder von anderen Kunststätten ergänzen das abwechslungsreiche Programm.

Kontakt

Sammlungskonservatorin
Alexandra Blättler, +41 41 226 78 93 (Di-Do)

Veranstaltungen und Partnerschaften
Sonja Fuchs, +41 41 226 78 12 (Di/Fr)

Bankverbindung

Credit Suisse
IBAN CH68 0483 5030 5900 8100 0

Zugunsten: Stiftung BEST Art Collection Luzern

Stiftungsrät:innen

Präsident
Martin Ege

Vizepräsidentin
Andreas Schoch

Stiftungsrät:innen
Christine Anliker, Laura Breitschmid, Janet Briner-Lüthy, Ursula Burger, Andrea Cometti, Sonja da Silva dos Santos, Jörg Denzler, Patrick Döös, Martin Ege, Simone Eggstein, Marc Emanuel Eggstein, Thomas Filzer, Gina Furrer, Joël Gessler, Philipp Gmür, Walter Graf, Marianne Hess-Odoni, Hubert Hofmann, Nicolai Kalinowsky, Christine Luckhardt, Benedikt Marbet, Armando Meletta, Andrea Meule, Marcel Neuenschwander, Dino Pavic, Thomas Peter, Jürg Purtschert-Kuhn, Birgit Roller, Hubert Rüedi, Susanne Ruoss, Andreas Schoch, Anne Schwöbel, Hanspeter Steiger, Edwin Steiner, Verena Theiler, Peter Tüfer, Oskar Vonmoos, Nicole Ziltener

ex officio
Andi Scheitlin, Kunstgesellschaft Luzern
Fanni Fetzer, Direktorin Kunstmuseum Luzern
Alexandra Blättler, Kunstmuseum Luzern

Ankaufsprojekt 2025/2026

Die Arbeit Pomazany niebem (Mit dem Himmel verwischt) ist ein zentrales Werk der polnischen Künstlerin Maria Pinińska-Bereś (1931–1999), die zu den Pionierinnen der feministischen Avantgarde gehört. Die Skulptur erinnert an einen rosafarbenen Vogel oder einen Schmetterling, der zwar auf dem Boden positioniert ist, doch die Flügel sind geöffnet und könnten sich jederzeit bewegen, so dass das Objekt in Flug versetzt wird. Die rosa Farbe ist charakteristisch für die polnische Bildhauerin: Im Zentrum ihrer poetisch-politischen Kunst steht die Auseinandersetzung mit Weiblichkeit und den damit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen. Die Farbe Rosa ist dabei ihr Erkennungsmerkmal und vermittelt dezidiert ihre kritische Haltung: als vermeintlich weibliche Farbe, die für das Häusliche, den Körper und eine feministische Kritik steht, die sich aber auch deutlich vom omnipräsenten Rot absetzt, das bis Ende der 1980er-Jahre im damals kommunistischen Polen vorherrschte.

Mithilfe der BEST Art Collection Luzern kann dieses einzigartige Werk für die Sammlung des Kunstmuseums Luzern gesichert werden. Neben der Spurensicherung des Ausstellungsprogramms wird die Präsenz von Künstlerinnen in der Sammlung verstärkt. Zudem wird der Sammlungsschwerpunkt der Institution, die sich mit konzeptuell-performativer Kunst der 1960er- bis 1980er-Jahre international einen Namen gemacht hat, weiter vertieft.

Maria Pinińska-Bereś
Pomazany niebem / Mit dem Himmel verwischt, 1985

Sperrholz, Stoff gefüllt mit synthetischem Schaumstoff, 135 × 192 × 110 cm
Preis: CHF 120 000 (inkl. Museumsrabatt)

Maria Pinińska-Bereś, Pomazany niebem / Mit dem Himmel verwischt, 1985, Sperrholz, Stoff gefüllt mit synthetischem Schaumstoff, 135 x 192 x 110 cm, Dauerleihgabe Stiftung BEST Art Collection Luzern, vormals Bernhard Eglin, Foto: Marc Latzel
Ugo Rondinone, sechstermaizweitausendundvierundzwanzig, 2024, Acryl auf Leinwand, 400 × 600 cm, Kunstmuseum Luzern, Depositum der Stiftung BEST Art Collection Luzern, vormals Bernhard Eglin-Stiftung, Foto: Studio Rondinone
Christine Streuli, Crash, Acryl und Lack auf Leinwand, 350 x 850 cm, Kunstmuseum Luzern, Depositum der Stiftung BEST Art Collection Luzern
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