Maria Pinińska-Bereś
Under the Pink Flag
In der Schweiz gilt Maria Pinińska-Bereś (1931–1999) als Neuentdeckung, in ihrem Heimatland Polen ist sie längst als Pionierin berühmt. Das Kunstmuseum Luzern widmet der feministischen Künstlerin eine umfassende Retrospektive.
Pinińska-Bereś’ künstlerisches Schaffen umfasst Skulpturen, Installationen und Performances, die sich kritisch mit Geschlechterrollen und Gesellschaftsstrukturen auseinandersetzen. Ihr Werk zeugt von den Erfahrungen einer Künstlerin, die sich während des Kalten Krieges aus dem Korsett gesellschaftlicher Zwänge und patriarchaler Ordnung befreit. Sie bricht mit den Konventionen ihrer traditionellen Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau und entwickelt eine eigene Formsprache, in die sie weiche Materialien wie Schaumstoff integriert. Die Farbe Rosa ist dabei ihr Erkennungsmerkmal. Sie reagiert damit auf das im Kommunismus omnipräsente Rot und transportiert zugleich ihre feministische Botschaft. Ihre Skulpturen nehmen Raum ein, sind teils erotisch, subtil, doch gleichzeitig direkt und voller Ironie.
Vernissage
Freitag, 27.02., ab 18 Uhr
kuratiert von Heike Munder und Jarosław Suchan
in Kooperation mit Kunstmuseum Bochum
mitorganisiert durch Adam Mickiewicz Institut, mitfinanziert durch das Ministerium für Kultur und nationales Erbe der Republik Polen
Hier finden Sie die Medienmitteilung und die Medienbilder zur Ausstellung.
Kunst und Architektur
Rundgang durch die Ausstellung Maria Pinińska-Bereś. Under the Pink…Mehr lesen
Öffentliche Führung
in der Ausstellung Maria Pinińska-Bereś. Under the Pink…Mehr lesen
Maria Pinińska-Bereś, mit Texten von Agata Jakubowska, Klara Kemp-Welch, Anke Kempkes, Małgorzata Micuła, Heike Munder, Jarosław Suchan und Olga Wysocka, e/d, hrsg. von National Museum in Wrocław, ISBN 978-83-66788-45-9, CHF 40.–, für Mitglieder KGL CHF 35.–
Die Wandtexte zur Ausstellung finden Sie hier zum Download.